Glossar der wichtigsten Begriffe

Begriffe & Definitionen

Von A wie Auslese bis Z wie Zeitpunkt der Lese: Das Moselwein-Glossar

Du möchtest dich sicher durch die Weinsprache der Mosel bewegen? In diesem Glossar erklären wir dir die wichtigsten Begriffe rund um den Moselwein. Von traditionellen Bezeichnungen bis hin zu modernen Weinbaubegriffen findest du hier alles für dein Weinwissen.

1. Qualitätsstufen & Prädikatsweine

Grundlegende Stufen

Deutscher Wein: Die Basis-Qualitätsstufe für deutsche Weine. Die Trauben stammen aus Deutschland und erfüllen die gesetzlichen Mindestanforderungen.
Landwein: Die nächsthöhere Stufe über deutschem Wein. Die Trauben stammen aus einem bestimmten Anbaugebiet und erfüllen höhere Qualitätsanforderungen.
Qualitätswein: Weine aus einem bestimmten Anbaugebiet mit nachgewiesener Qualität durch amtliche Prüfung.

Prädikatsweine

Kabinett: Leichte, elegante Weine aus vollreifen Trauben. An der Mosel besonders charaktervoll durch die späte Lese.
Spätlese: Aus später gelesenen, sehr reifen Trauben. Können trocken oder fruchtsüß ausgebaut sein.
Auslese: Aus selektiv gelesenen, vollreifen Trauben. Meist edelsüß mit konzentriertem Geschmack.
Beerenauslese (BA): Aus handverlesenen, überreifen Beeren, die oft von Edelfäule (Botrytis) geprägt sind. Ein tiefgoldenes, süßes Konzentrat mit enormer Langlebigkeit.
Eiswein: Eine Rarität, bei der die Trauben in gefrorenem Zustand (bei mindestens -7°C) gelesen und gepresst werden. Besticht durch konzentrierte Süße bei gleichzeitig hochfeiner Säure.
Trockenbeerenauslese (TBA): Die höchste Qualitätsstufe. Gewonnen aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren. Ein elixierartiger Wein mit extremer Dichte und Honigaromen

2. Weinbau & Anbau

Steillage: Weinberge mit mehr als 30% Steigung. An der Mosel gibt es einige der steilsten Weinberge der Welt.

Schieferverwitterungsboden: Typischer Boden der Mosel-Weinberge, der den Weinen ihre charakteristische Mineralität verleiht.

Einzellage: Eine genau abgegrenzte Weinbergsfläche mit besonderen Merkmalen.

3. Verkostung & Genuss

Bouquet: Die Gesamtheit der Geruchseindrücke eines Weins.
Mineralität: Geschmackseindruck, der an mineralische Komponenten erinnert. Typisch für Moselweine durch den Schieferboden.
Restsüße: Der nach der Vergärung im Wein verbliebene natürliche Zuckergehalt.

4. Mosel-Traditionen

Terroir: Das Zusammenspiel von Boden, Klima, Lage und Tradition, das jeden Wein einzigartig macht.
Flurstück: Kleinste Einheit eines Weinbergs, oft mit eigenem Namen und Geschichte.